Notfall des Monats

ARGOS

Argos… so hieß auch der treue Hund des Odysseus, der starb, als sein Herrchen nach zwanzigjähriger Abwesenheit wieder nach Hause kam.
Mindestens genauso treu ist auch unser Argos – nicht umsonst bekam er genau diesen Namen
Umso unverständlicher ist es, dass ausgerechnet diese überaus sanfte Seele von Hund, dass ausgerechnet Argos, der nichts lieber tut als mit einem Menschen zu schmusen, so angeschossen wurde, dass jetzt seine Vorderbeine und zum Teil seine Brust voller Schrotkugeln sind!
Obwohl: warum wundern wir uns eigentlich? Von den selbsternannten und immer entsprechend gekleideten „Großwildjägern“ werden unter Artenschutz stehende Tiere geschossen, es werden Katzen und Raubvögel geschossen, es wird außerhalb der Jagdsaison geschossen und regelmäßig trifft es auch einen Mitjäger (eben: die Tarnkleidung!).

Als Argos damals, vor ca. einem Jahr, von einer tierlieben Griechin gefunden und aufgenommen wurde, hatte er zuvor schon eine Weile gestreunt. An seinen Vorderbeinen befanden sich zwei große offene Wunden, die einfach nicht heilen wollten. Jetzt, nach einem Jahr, haben sie sich aber längst geschlossen und das Fell ist an diesen Stellen sogar zum Teil nachgewachsen.
Die Dame, die Argos damals aufnahm und bis heute beherbergt, hatte zunächst die Absicht, ihn selber zu behalten. Dann jedoch zeigte ein in Griechenland lebendes englisches Paar Interesse an Argos und eine Adoption wurde ins Auge gefasst. Als die Adoption dann doch nicht stattfand, entschied sich unsere Griechin aber dafür, Argos doch nicht zu behalten, und ein Grund dafür ist sicher die Tatsache, dass sie durch das Füttern der vielen Tieren, denen sie schon ein Zuhause gegeben hat, bei gleichzeitig immer geringer werdendem Einkommen nicht mehr weit vom Bankrott entfernt ist!

Argos also: ein wunderschöner, noch junger Rüde von ca. zweieinhalb Jahren (geboren also vermutlich im Sommer oder Herbst 2012). Argos: verträglich mit Artgenossen und sogar mit Katzen. Argos: die Ruhe selbst. Argos: anschmiegsam und verschmust. Argos: bereits kastriert und aktuell negativ auf alle Mittelmeerkrankheiten getestet!

Argos hat den Angriff auf sein Leben überlebt und hat sein Vertrauen in die Spezies Mensch nicht verloren; es ist wirklich kaum zu glauben!
Was aber ist nun mit all dem Schrot in seinen Beinen, werden Sie fragen. Nun, der Schrot sitzt zum Teil sogar in Argos‘ Gelenken, was dazu führt, dass er ab und an leicht humpelt. Ein chirurgischer Eingriff wäre nicht ganz einfach und müsste auf jeden Fall von einem Spezialisten ausgeführt werden, wenn die OP nicht mehr Schaden als Nutzen bringen soll. Es müssten die Kugeln, die in die Gelenke vorgedrungen sind, entfernt werden. Bis auf weiteres sehen wir daher von einem solchen Eingriff ab und behandeln bei akutem Humpeln mit entzündungshemmendem Schmerzmittel, welches auch die Empfehlung unseres Tierarztes hier vor Ort war.

Tja, wenn Sie das alles so lesen, dann zucken Sie vermutlich mitleidig mit den Schultern, wünschen Argos alles Gute und sehen trotz anfänglicher Sympathie von einer Adoption ab…
Aber Argos sieht das anders: er freut sich seines Lebens und leidet scheinbar so gar nicht unter seinem Zustand. Warum also sollte sich nicht ein liebevolles Zuhause für diesen Schmusebär finden? Gerade für ihn!

Wenn Sie Argos dieses liebevolle Zuhause für immer schenken möchten, oder wenn Sie für Argos spenden möchten, DANN MELDEN SIE SICH BEI UNS!

 

Und sehen Sie sich auch unbedingt Argos‘ Video an, damit Sie mit eigenen Augen ein Bild davon bekommen, WAS für ein Goldschatz er ist!